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08.02.2016

In der Zukunft liegt das Glück - Doch was gehört dazu? Was macht denn eigentlich glücklich?

Diese Fragen sind unter anderen Teil des Workshops „Fit For Future“, in dem BvB-Teilnehmer/-innen (Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen) des Bugenhagen Berufsbildungswerks Timmendorfer Strand sich intensiv und ganz individuell mit der persönlichen Vision ihrer Zukunft beschäftigen. 

Unter der Leitung von Diplom-Psychologin Henriette Ilse und Diplom-Pädagogin Petra Jürgensen haben BvB-Teilnehmer/-innen seit mittlerweile einem Jahr die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis, ihre Wünsche für die eigene Zukunft zu erarbeiten und Ziele festzusetzen, die sie auf dem Weg in eine glückliche Zukunft erreichen möchten. 

„Es geht uns darum, dass die Teilnehmer/-innen sich ein ganz eigenes, persönliches Bild von ihrer Zukunft kreieren, ganz unabhängig von den Wünschen der Eltern, der Agentur für Arbeit oder des BBWs. Sie sollen sich ihre Vorstellung einer guten Zukunft bzw. ihres weiteren Weges bewusst machen“, erläutert Henriette Ilse, die sich in insgesamt neun Sitzungen mit den Jugendlichen in kreativer Weise der persönlichen Zukunftsplanung widmet. Gerade zu Beginn geht es in dem Workshop erstmal darum, eine persönliche Vision der eigenen Zukunft zu erstellen, in dem man Träume und Wünsche aufzeichnet, aufschreibt oder aber Collagen aus verschiedenen Fotos erstellt, die genau diese Wunschvorstellungen verbildlichen sollen. Für viele der Jugendlichen handelt es sich hierbei vor allem um Wünsche wie einem tollen Auto, einem eigenen Haus oder einer Familie. Andere sehen jedoch primär den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung als Wunsch an und sollen sich dann aber überlegen, wie der weitere Weg aussieht. In den weiteren Terminen geht es dann mehr und mehr um die Konkretisierung der Wünsche und das Erkennen der eigenen Stärken sowie der Stolpersteine auf dem Weg in die glückliche Zukunft. „Wir versuchen die Teilnehmer/-innen ganz im Sinne von „Empowerment“ (Anm. d. Red. Strategien, die den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung erhöhen sollen) dazu zu bringen, selbst zu reflektieren und sich zu fragen, was sie können oder schaffen müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Da ist es wichtig, einen Bezug zur Realität herzustellen und sie auch wissen zu lassen, dass sie auf dem Weg nicht alleine sind. Im Laufe des Workshops geht es mehr und mehr darum, immer konkreter zu werden und schließlich auch aufzuschreiben, was sie wirklich umsetzen oder verändern würden, um ihre Wünsche zu erfüllen“, erklärt die Diplom-Psychologin und betont dabei, „dass viele schon auf einem guten Weg sind, für sie aber einige Faktoren einfach noch keine Beachtung fanden. Zudem definieren die Teilnehmenden zum Ende des Workshops hin auch Zwischenziele mit einem konkreten Zeitpunkt, die dann nach ein paar Wochen in der Abschlussveranstaltung auch besprochen werden“. Für die beiden Leiterinnen hat der Workshop auch viel mit Motivation und der Bindung an selbstgesteckte Ziele zu tun. „Wir versuchen zu vermitteln, dass es durchaus sinnvoll ist, eigene Ziele zu haben und diese auch zu verfolgen, da es beispielsweise leichter ist, schwierige Phasen zu überwinden, wenn man weiß, wofür man das alles macht. Dabei konzentrieren wir uns gar nicht nur auf berufliche Aspekte, sondern versuchen, ganz allgemein die persönliche Selbstkompetenz zu erhöhen und das Bewusstsein zu stärken, dass es gut ist, selbstbestimmt sein Leben zu gestalten. Schließlich ist auch das ein Gefühl von Glück, wenn man nicht nur genau weiß, wo man hinsteuert sondern vor allem auch, dass man selbst steuert“. Besonders schön findet Henriette Ilse dabei den interdisziplinären Aufbau des Seminars, an dem auch schon der BvB-Praxisanweiser Mario Wagemann mitgearbeitet hat, oder wie in dem derzeitigen Durchlauf, die Bildungsbegleiterin Petra Jürgensen. „Jeder hat da ganz eigene Vorstellungen und Ideen, was die Planung und Durchführung des Workshops anbelangt, was das Ganze stets interessant macht.“

Für die Jugendlichen selbst ist es teilweise eine ganz neue Erfahrung, sich so intensiv mit ihrer Zukunft und der Frage „Was will ich überhaupt in meinem Leben?“ zu beschäftigen, aber „viele können damit dann doch etwas anfangen und arbeiten gut mit. Sie haben dann auch wirklich gute Ideen, ihre Ziele zum „Glücklich Sein“ zu strukturieren“, freut sich die Diplom-Psychologin über den positive Mitarbeit und den Zulauf der jungen BvB-Teilnehmenden. 

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