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07.02.2017

Es ist normal verschieden zu sein - Agentur für Arbeit Lübeck verleiht erstes Inklusionszertifikat

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung Anfang Dezember 2016 verlieh die Agentur für Lübeck ihren ersten Inklusionspreis. Dieser besondere Tag ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Aktionstag, der ein Zeichen für mehr Teilhabe setzen und die Situation von Menschen mit Einschränkungen ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken soll.

„Die jeweilige sehr individuelle Einschränkung darf nicht dazu führen, dass dieser Mensch wegen seiner Verschiedenheit nicht am Lebensteil „Beschäftigung“ teilnimmt. Mit unserem ersten Inklusionszertifikat möchten wir auf die Potenziale von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen. Ausgezeichnet wird die Gebrüder Kremerskothen Garten- und Landschaftsbau GbR in Scharbeutz, die sich vorbildlich für die Beschäftigung von insbesondere jungen Menschen mit Einschränkungen engagieren“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Das Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Bugenhagen Berufsbildungswerk (BBW) in Timmendorfer Strand zusammen. „In den über 20 Jahren der Kooperation haben sie ein gutes Gespür für unsere Azubis entwickelt. Die Firma bietet jedem ein Praktikum, findet immer pragmatische Lösungen, spielt sogar in unseren Bewerbungstrainings den Arbeitgeber und übernimmt unsere Absolventen in Arbeit“, führt Inka Kielhorn, Leiterin des BBW aus.
„Wer will und passt, der bekommt bei uns auch eine Chance, egal wo er herkommt", erzählt Christoph Kremerskothen, einer der Inhaber des 18 Arbeitskräfte starken Garten- und Landschaftsbaubetriebes, der auch selber ausbildet und aktuell vier Auszubildende zum Gärtner/-in der Fachrichtung Garten-und Landschaftsbau hat.
„Wir engagieren uns dafür, dass sich jeder Mensch ideal auf dem Arbeitsmarkt einbringen kann. Am richtigen Arbeitsplatz eingesetzt, sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung ein Gewinn für das Unternehmen. Entscheidend ist ein Bewusstseinswandel, dass behindert nicht automatisch leistungsgemindert heißt. Wo es nicht ohne spezielle Unterstützung geht, gibt es fachliche Hilfen und Fördermittel“, ergänzt Karsten Marzian, Leiter des Jobcenters Ostholstein.

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