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19.11.2007

Agentur für Arbeit und Berufsbildungswerke setzen auf Zusammenarbeit bei der Integration

Die guten Integrationsquoten sollen durch gemeinsame Anstrengungen noch verbessert werden.

Die fünf Berufsbildungswerke (BBW) aus Greifswald, Hamburg, Husum, Neu-münster und Timmendorfer Strand trafen sich, um gemeinsam mit der Regionaldirektion Nord zum Thema „Integrationsergebnisse der Berufsbildungswerke“ in Timmendorfer Strand im Bugenhagen Berufsbildungswerk zu tagen. Im Frühjahr 2007 vereinbarte man, dass der berufliche Verbleib der Absolventen der Berufsbildungswerke solide und ein-heitlich erhoben wird, um genaue Daten zu bekommen. Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur wertete in diesem Jahr erstmals die Prüfungs- und Integrationsergebnisse der Nord-Berufsbildungswerke aus und stellt sie im Rahmen der Fachtagung den zuständigen Rehaberatern und Rehaberaterinnen ihrer 12 Agenturen vor.

Die Berufsbildungswerke haben sich mit diesem Verfahren freiwillig einer Qualitäts-kontrolle unterzogen, mit dem Ergebnis, dass die hohe Erfolgsquote die Qualität der Arbeit der Berufsbildungswerke bescheinigt. 449 Jugendliche aus den genannten Berufsbildungswerken haben an der Prüfung im Sommer 2006 teilgenommen. 440 Teilnehmer haben die Ausbildung erfolgreich beendet. Ihr Verbleib nach Ausbildung-sende zum Stichtag: 31.03.2007 wurde ausgewertet. Das Ergebnis zeigt, dass durchschnittlich 55,5% aller Absolventen bis dato in eine sozialversi-cherungspflichtige Beschäftigung oder weiterführende Ausbildung vermittelt wurden. Das Bugenhagen BBW konnte im Bereich der Agentur Lübeck eine Quote von über 70% erreichen.


Trotz der Tatsache, dass bei den behinderten Jugendlichen zunehmend multiple Be-hinderungen mit komplexen Problemlagen festzustellen sind, haben die Integrations-konzepte der BBW gegriffen und zu einer erfolgreichen Vermittlung der jungen Menschen auf den Arbeitsmarkt geführt.
„Die beachtlichen Integrationserfolge können durch die Intensivierung der Zusam-menarbeit und durch ein gutes Management noch weiter verbessert werden“, so der Leiter der Regionaldirektion Nord, Jürgen Goecke auf der Fachtagung.

Neben der Vorstellung der verschiedenen Integrationsverfahren durch die BBW haben auf der Fachtagung verschiedene Arbeitgeber über ihre Erfahrungen mit den Absolventen als Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen in ihren Betrieben berichtet. So zum Beispiel der Cafébesitzer Lenschow aus Lübeck. In seinem Betrieb arbeitet eine ehemalige Absolventin, neben weiteren Absolventen, schon seit über 25 Jahren. Die Metallbaufirma Swars und Söhns beschäftigt auch schon seit über 23 Jahren ehemalige Auszubildende aus dem Bugenhagen BBW und Mercedes Eutin hat in diesem Jahr den zweiten Fahrzeugpfleger aus dem Bugenhagen Berufsbildungswerk  eingestellt. Der größte Arbeitgeber, die Gärtnerei Rahlf aus Pansdorf, mit über 100 Beschäftigten, gab zu bedenken: „Nicht jeder passt in den Betrieb und ich habe auch schon den einen oder anderen Bewerber wieder weggeschickt, aber ich beschäftige und ich werde auch immer wieder junge Menschen aus dem BBW beschäftigen.“

Das Ziel der Fachtagung war jedoch nicht nur die breite Vorstellung der erfreulichen Ergebnisse, sondern vielmehr der Auftakt für weitere Gespräche der Regionaldirekti-on und den Agenturen mit den Berufsbildungswerken zur gemeinsamen Optimierung des beruflichen Integrationsprozesses. Es scheint zudem, dass dieses sehr transpa-rente und einheitlich verabschiedete Verfahren zur Erfassung der Prüfungs- und Integrationsquoten der Absolventen der nördlichen Berufsbildungswerke Modellcharakter erhalten wird.

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