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03.11.2009

Eine Erfolgsstory

Dennis Inan, ehemaliger Auszubildender des Bugenhagen Berufsbildungswerkes (BBW) kehrte nach einigen beruflichen Zwischenstationen wieder nach Timmendorfer Strand zurück und arbeitet heute im neuen Hotel Grand Belveder in unmittelbarer Nachbarschaft des BBW. Trotz seines anstrengenden Jobs an der Rezeption des Fünf-Sterne Hotels nimmt er sich ab und zu mal Zeit für ein Gespräch mit seinen früheren Ausbildern.

Frage: Welche Entscheidungen waren rückblickend für Ihren Berufsweg wichtig?

Dennis Inan:

Meine kaufmännische Ausbildung im BBW war eine gute Grundlage für meinen Berufsweg, hier erhielt ich auch meinen ersten Englischunterricht. Das Wohnen im Internat war gut für mich, noch heute habe ich Freunde aus dieser Zeit. Die zweite gute Entscheidung war meine Ausbildung zum Hotelfachmann im „Seeschlösschen“ in Timmendorfer Strand, hier musste ich mich in der freien Wirtschaft bewähren. Die dritte wichtige Entscheidung war der Arbeitsplatz in Davos in der Schweiz.

Frage: Wie kommt man als junger Mensch auf die Idee, eine vertraute Umgebung, die Freunde und die Familie zu verlassen und sich auf soviel Unbekanntes einzulassen?

Dennis Inan:

Natürlich war es nicht leicht, mein gewohntes Umfeld zu verlassen, aber da das große Unbekannte interessanter war, habe ich mich einfach mal daran versucht.

Folgende Fragen hab ich mir im letzten Halbjahr meiner Ausbildung gestellt:

1.    Wo gibt es Arbeit und ein gutes Gehalt?

2.    Wie kann ich meine Fremdsprachenkenntnisse verbessern?

3.    Wo gibt es einen internationalen Gästekreis, so dass ich meine Fähigkeiten und Kenntnisse verbessern kann?

Für alle drei Fragen die Antwort: In der Schweiz!

Außerdem bin ich damals mit meinem besten Kumpel in die Schweiz zum Arbeiten gegangen und wir arbeiten auch heute beide wieder im selben Betrieb.

Frage: Welchen Rat geben Sie aufgrund Ihrer eigenen Erfahrungen heutigen Auszubildenden und Berufsanfängern?

Dennis Inan:

Arbeitet gut mit, lasst euch nicht entmutigen, stellt euch Herausforderungen und wartet nicht darauf, dass euch jemand den Traumberuf serviert.

Frage: Wie beurteilen Sie die beruflichen Chancen der Jugendlichen heute?

Dennis Inan:

Wichtig ist die Einsicht, dass es heute keinen Job mehr auf Lebenszeit gibt- also Mobilität ist angesagt.

Frage: Wo sehen Sie Ihre eigenen beruflichen Ziele?

Dennis Inan:

Ich möchte auf jeden Fall die Hotelfachschule in Lübeck besuchen und dann im Ausland meine Englisch-Kenntnisse verbessern, vielleicht in Neuseeland.

Frage: Also ruhen Sie sich nicht auf dem bisher Erreichten aus. Woher nehmen Sie Die Motivation für immer neue Herausforderungen?

Dennis Inan:

Ich bin von Haus aus sehr an einer Sache interessiert, ich möchte immer wissen wie Dinge funktionieren, sie verstehen und begreifen, daher habe ich mich eigentlich nie unterkriegen lassen. Wichtig ist auch, dass man Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten hat, wenn man immer nur an sich zweifelt, dannist auch die Motivation gleich null, wichtig dabei ist allerdings auch immer bodenständig zu bleiben.

Frage: Wir wissen zwar, dass man als Mitarbeiter von großen Hotels zur Verschwiegenheit verpflichte ist, können Sie uns trotzdem berichten, welchen berühmten Gästen Sie bisher begegnet sind?

Dennis Inan:

Ich habe bis jetzt schon viele berühmte Gäste getroffen, der Literaturkritiker Marcel-Reich-Ranicki und der frühere Außenminister Hans-Dietrich-Genscher sind Stammgäste meines Ausbildungsbetriebes „ Seeschlösschen“. Dann war bei einer Hochzeit der frühere Bundespräsident Roman Herzog mit auf der Gästeliste, diesen Ehrentisch durfte ich auch in meiner Station bedienen. In der Schweiz habe ich jede Menge Persönlichkeiten getroffen, besonders zum World Economic-Forum in Davos im Frühjahr 2008. Unter anderem waren dort auch die Gründer der weltbekannten Internetsuchmaschine Google Gast in unserem Hotel.

Das Bugenhagen BBW ist stolz auf seinen ehemaligen Auszubildenden  und die Ausbilder freuen sich immer, wenn Dennis mal zu einem Klönschnack vorbeischaut – wir stellen uns aber auch darauf ein, dass wir uns demnächst mit e-mails aus Neuseeland begnügen müssen!

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