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Statt Studium das Freiwillige Soziale Jahr verlängern - Und dabei viel dazu lernen

08. November 2020

Keno Dobberstein begann schon 2019 sein Freiwilliges Soziales Jahr in unserem Freizeitbereich und konnte in dieser Zeit viele Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen sowie der Arbeit in einer sozialen Bildungseinrichtung sammeln.
Schon sein Vater leitete vor 20 Jahren den Freizeitbereich des Bugenhagen BBWs und für Keno war schnell klar, dass auch er sich in diesem Berufsfeld erproben wollte, auch wenn dies einen Umzug von Brandenburg nach Timmendorf bedeutete: „Ich habe schnell gemerkt, dass es für mich und meine Entwicklung das Richtige war, meine Heimat zu verlassen und damit ein großes Stück Selbstständigkeit zu erlernen. Auch in der Arbeit wird erwartet, dass ich eigene Ideen und Lösungsvorschläge einbringe sowie selbstständig arbeite, was gerade in der Anfangszeit notwenig war.“ Diese erste Zeit seines FSJs war geprägt durch die Folgen des Wasserschadens im Freizeitbereich, wodurch nicht nur die Angebote sondern auch die Räumlichkeiten flexibel angepasst werden mussten.
Nachdem sich das Team des Freizeitbereichs auf diese Veränderungen eingestellt hatte, kamen mit der Corona-Pandemie jedoch weitaus gravierendere Probleme auf die FSJler*innen zu. „Zuerst konnten wir gar nicht arbeiten, wurden dann aber für Online-Angebote eingesetzt, die wir auch selbst entwickeln durften. Das war am Anfang schon sehr seltsam, hat dann aber schnell viel Spaß gebracht, da wir gemerkt haben, wie wichtig dieser Kontakt für viele Teilnehmende war.“

Keno Doberstein kickert gegen einen anderen FSJler

Nicht nur das gemeinsame "Kickern" gehört zu den vielschichtigen Aufgaben im FZB


Nach seinem FSJ, welches eigentlich schon im August 2020 beendet war, wollte Keno ursprünglich sein Studium in Richtung Pädagogik beginnen. Allerdings stand schnell fest, dass auch die Universitäten sich auf die veränderten Umstände einstellen mussten und erstmal ausschließlich Online-Seminare und Vorlesungen anbieten. „Für mich klingt das nicht interessant, da gerade auch die sozialen Interaktionen stark eingeschränkt sind und ein „normales“ Studentenleben, welches ich mir wünsche, nicht möglich ist. Deshalb habe ich mich entschieden, mein FSJ erstmal für sechs Monate mit der Option einer Verlängerung auf ein ganzes Jahr zu verlängern. Ich kann hier einfach noch mehr dazulernen und mir weitere Gedanken machen, was genau ich wo studieren möchte. Mir gefällt es einfach zu gut, eigene Interessen in die Arbeit einbringen zu können, tolle Aktivitäten zu unternehmen und mich mit den Teilnehmenden auszutauschen und diese zu unterstützen. Zudem fühlt sich die Arbeit hier oft gar nicht nach „Arbeit“ an, sondern bringt eigentlich immer einfach nur Spaß. Und ich habe das Gefühl, etwas Gutes zu tun.“
Auch wir freuen uns sehr  sehr über diese Entscheidung, da die Unterstützung von FSJler*innen in der Arbeit des Freizeitbereichs nicht nur personell notwenig ist, sondern sich oft auch durch das ähnliche bzw. gleiche Alter ein positiver Zugang zu den Teilnehmenden entwickelt.